Die guten Therapieeffekte der tiefenpsychologisch fundierten Psychotherapie konnten in Studien ausgewiesen werden. Sie hat ein breites Wirkungsspektrum, so können Patienten mit ausgestanzter Angstsymptomatik, verschiedenen funktionellen Beschwerden oder einer breit angelegten Persönlichkeitsstörung erreicht werden. Dieses dialogische Behandlungsverfahren entwickelte sich aus der psychoanalytischen Krankheitslehre heraus und erlaubt eine besondere Anpassung der Behandlungstechnik an die jeweils individuellen Bedürfnisse des Patienten und zentriert sich somit z. Bsp. auf die aktuell im Vordergrund stehende Symptomatik und ihren Konflikthintergrund, so können Interventionen auch einmal pädagogischen Charakter haben, wie Informationen, Ratschläge oder Aufforderungen. Somit kann es auch sinnvoll erscheinen, die Anzahl eingesetzter Therapiesitzungen entsprechend der Bedürfnisse des Patienten zu modifizieren. Ein naheliegendes Ziel ist selbstverständlich zunächst die Besserung der Symptomatik (Ängste, Depressionen, funktionelle Störungen). Nur der aktuell wirksame Konflikt wird zum Thema in der Therapie. Als Wegweiser zu diesem aktuellen Hauptkonflikt könnten dienen: die symptomauslösende Konfliktsituation, das pathogene Umfeld, das die auslösende Situation konstelliert, begünstigt oder verstärkt und schließlich das aktuelle Beziehungsgeschehen zwischen Patient und Therapeut. Es wird also auch notwendig sein, eine aufbauende partnerschaftliche Kommunikationsebene zu finden, um zu starke regressive Tendenzen zu vermeiden. Dadurch kann die Realitätsprüfung des Patienten durch die Zentrierung auf das aktuelle Wahrnehmen, Erleben und Handeln gefördert werden, wobei das Übertragungsgeschehen mit ausreichendem Tiefgang beibehalten wird.